Dorfkerwe im Jahr 2022 und die Fotografie

Ein paar einleitende Worte zur Fotografie und meiner Motivation

Irgendwie herrscht hier lange Ruhe. So richtig hat mich nicht die Muse geküsst wieder einen Beitrag zu schreiben. Corona. Urlaub. 9€ Ticket. Irgendwas war immer eigentlich. Habe sogar auch ein paar Beiträge währenddessen angefangen. Aber irgendwann war die Motivation weg. Ähnlich mit der Fotografie. Naja, die Motivation fehlt nicht zum Fotografieren. Eigentlich fotografiere ich regelmäßig. Analog mehr oder weniger. Das ruht wirklich in letzter Zeit. Habe noch genügend Filme zum abfotografieren. Das muss ich auch noch machen. „Machen“ hört sich so nach Pflicht oder Arbeit an. So sollte es aber gar nicht sein. Soll ja Spaß machen.

Die digitale Fotografie habe ich wieder lieb gewonnen. Hört sich bekloppt an. Hihi. Vielleicht bin ich es auch einfach. Aber das Interessante ist eigentlich, dass mir der Prozess des Fotografierens mehr Freude schenkt, als das, was dabei rauskommt. Vielleicht hat das auch was mit der Smartphone Fotografie (ja ich verwende bewusst das Wort! und nicht Knipserei) zu tun. Der Prozess ist einfach und schnell und einfach. Alles auf einem Gerät. Ich bin wirklich, was das Thema „Bildbearbeitung und Blog“ angeht, faul geworden. Aber auch so ne Lustlosigkeit macht sich manchmal breit. Schiebst die Bilder von der Fuji aufs iPad und dann ziehst die Regler da und dorthin. Aber dann. Gähn. Jo was nun. Instagram. Ne keine Lust mehr dort Bilder zu zeigen. Fragt mich nicht warum. Einfach irgendwie bäh. Story mal noch ab und an füttern.

Der Austausch und die sozialen Welten

Aber auch da ist ja kaum was los an Austausch. Ja. Mir fehlt der Austausch. Das Miteinander. Austauch lebt halt nicht von dem Monolog. Da braucht es eben immer mindestens zwei Personen.

Aber weiß nicht. Irgendwie wird es alles ruhiger. Auch bei Podcasts. Leider haben auch die Fotolinsen das Thema beendet. Ich muss auch sagen, dass ich bei meinem eigenen Podcast , lange Zeit keine Folgen mehr aufgenommen habe.

Auch was das Thema Fotografie angeht. Habe zwar paar kleine Themen. Aber richtig Fahrt kommt keine mehr auf. Vielleicht ist man einfach gesättigt. Müde. Keine Ahnung. Oder doch der Austausch untereinander. Wird er weniger? Oder ist man durch die ganze Pandemie einfach auch mehr auf sich fokussiert? Oder haben sich die sozialen Welten geändert bzw. unser Verhalten geändert? Ich weiß es nicht. Vielleicht ist es auch nur mein Gefühl, welches mich trügt. Apropos Instagram. Man ist ja nicht glücklich und wandert nun zu Vero. Aber ich glaube in erster Linie, dass die Plattform nicht wirklich den Austausch untereinander so stark verändern wird. Man hat seine Pappenheimer denen man folgt und auch austauscht. Und das ist das Tolle. Weniger ist mehr. Oder braucht man 10000000 Follower und keiner reagiert eigentlich. Twitter hat mich auch mit den ganzen politischen Diskussionen mürbe gemacht. Eher auch die Art wie die Diskussionen abgelaufen sind. Filter setzen hat zwar geholfen. Dann kam noch Musk und das Ganze gewann noch mehr an Fahrt. Habe final die Reißleine gezogen und mich auf Mastodon angemeldet. Muss sagen, es gefällt mir sehr gut dort. Der Ton ist ordentlich. Der Austausch auch. Könnte vielleicht etwas mehr sein. Aber gut. Im übrigen gibt es auch eine Instagram Alternative namens https://pixelfed.de. Einfach mal anmelden. Man arbeitet auch bereits an einer App. Und wenn mehr mitmachen gewinnt das auch an Fahrt. Das nur als kleine Randnotiz :).

Was hat das nun mit der Dorfkerwe zu tun

Einfach relativ schnell und einfach erklärt. Ich habe heute Morgen den Kleinen zum Kindergarten gebracht. Und da sah ich, dass die Dorfkerwe aufgebaut wird. Nach der (auch wenn sie nicht rum ist) Pandemie das erste Mal wieder auf dem kleinen Platz ein Fest des Zusammenseins. Auch wenn man wieder diskutieren kann was die aktuelle Lage angeht. Aber will ich hier nicht ausführen. Lange Abstinenz der Kerwe, lange Abstinenz des sozialen Austauschs, Abstinenz des Fotografierens. Passt doch eigentlich gut zusammen. Und nun bringt man das alles zusammen. Und dank des netten Anstoßes durch liebe Menschen habe ich den Blogbeitrag verfasst und zeige einfach die Bilder :).

Warum ich diese Sachen oder Momente fotografiere? Weil sie für mich zum Alltag gehören. Zum Leben. Das Dorf hat seine Eigenheiten. Man nimmt es oft einfach als Gegeben hin. Ist es aber nicht. Daher halte ich die Momente in erster Linie für mich fest. Wer weiß. Vielleicht schaut man irgendwann doch nochmal zurück. Ach ja. Da war doch. Für mich sind es auch die Details, die es dann ausmachen. Die Schlappen zum Beispiel. Stehen so einsam, aber geordnet herum. Die Cola Flasche. Oder auch die aktuelle Situation mit dem Ukraine Krieg und dann ein Schießstand mit „Gaudi Schießen“. Es sind oft so viele absurde Momente.

Damit viel Spaß beim Anschauen und für das Lesen. Freu mich natürlich auch über ein paar Kommentare :). Wie es euch mit dem Thema Fotografie, soziale Medien geht.

Eingansbereich Kerwe. Boxautos und Tauben die über die Boxautos fliegen
Drei geschlossene Buden auf dem Kerweplatz
Ein Mann der mit der Hand den Wagen hält
Eine aufgedruckte Frau auf einem LKW schaut Richtung Fahrgeschäft
Ein Teil des Anhängers mit Aufdruck Vergnügungsbetrieb
Teil eines Anhängers mit Namen des Schaustellers
Ein Wagen mit Treppe die Richtung Tür geht. Die Tür hat ein eingebautes Fenster das geschlossen ist
Eine halb volle Cola Flasche steht auf der Boxauto Plattform
Ein Stuhl steht auf dem Vorbau des Wohnwagens des Schaustellers. Darüber eine Jacke und daneben Badeschlappen
Verpackte Sonnenschirme
Ein Crepestand zwischen zwei andern Ständen
Geschlossener Schießstand mit den Namen „Gaudi-Schießen“
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6 Gedanken zu „Dorfkerwe im Jahr 2022 und die Fotografie

  1. Sehr schöner Bericht, freut mich das wir dich motivieren konnten 🙂
    Die Bilder sind ein gutes Zeitzeugnis, sowas in 20 Jahren oder so, noch mal ansehen und man weiß wieder, ach ja damals….
    In Sozialen Medien Fotografie zu teilen, nö macht keinen Sinn, für mich zumindest. Ich mag es lieber sie auf meinem Blog zu teilen, allerdings ohne irgendeine Erwartung. Ich brauch keinen gut oder schlecht oder Technik Austausch. Ich teile sie einfach dort, um eine Freude zu machen, für jeden der mag. Wer nicht mag ist auch ok. 🙂
    Die Zeiten wo ich noch viel Austausch in Sachen Foto hatte brauchte was auch immer, liegt schon Jahre zurück und da fand das im Forum statt. Als der Austausch dort auch immer mehr Richtung unsachlich ging, hatte sich das erledigt, war aber auch die Zeit, wo Foren allgemein am sterben waren.
    Wer weiß wie es irgendwann mit den Sozialen Medien aussieht und was es dann gibt 🙂

    Liebe Grüße
    Aurelia

  2. Moin Markus,
    schön, mal wieder etwas von dir zu lesen. Ich denke, die Antwort auf die Frage warum du weniger bloggst und deine Fotos zeigst, hast du eigentlich schon selber im Text gegeben: Die Menschen sind anstrengend! Der Umgangston, die kommunikative Einbahnstraße, das hinterherhecheln nach Likes und Follower. Alles Gründe, warum auch bei mir sich der fotografische Austausch immer mehr auf Menschen im „richtigen Leben“ beschränkt. Vielleicht hat diese Denkweise auch etwas mit dem Alter zu tun 😉
    Der Austausch, das Diskutieren über die einzelnen Fotos klappt online mM gar nicht sondern nur im Gespräch. Auch ein Punkt warum (vielleicht auch du) ich mich auch mehr und mehr zurück ziehe.
    Bei einem Hobby kann man aber auch mal längere Pausen einlegen, ich verstehe es sowieso nicht, warum sich viele den Druck selber machen und meinen regelmäßigen abliefern zu müssen. Oft kommt dann ja noch der Anspruch hinzu das eigene Foto müsse eine „Geschichte erzählen“ oder irgendeinen künstlerischen Anspruch haben – was für ein Blödsinn! Es ist ein Hobby und soll in erster Linie Spaß machen.
    Danke, dass ich durch deinen Artikel ein neues Wort kennenlernen durfte: „Kerwe“, zunächst dachte ich, du hättest dich vertippt… ach regionale Begriffe und Ausdrücke sind schon was tolles!
    Gruß aus‘m Norden
    Matthias

  3. Huhu Aurelia,

    vielen Dank für deinen Kommentar. Ich tue mir immer schwer, Bilder in einen Kontext zu packen auf einem Blog. Nur Bilder zeigen möchte ich auch nicht. Eine kleine Randnotiz gehört da dazu. Aber bin einfach nicht oft motiviert. Leider. Und in den sozialen Medien ist es halt doch schnell und einfach um ehrlich zu sein. Aber es ist auch hier eigentlich nur ein abladen und herzen. Aber eigentlich auch kein Austausch. Hier ist leider in der Umgebung recht wenig los was Fotografen angeht. Paar kenne ich natürlich. Ach ist irgendwie seltsam. Erinnere mich an die Kisten mit den ganzen Bilder von meinem Opa. Er hat sie ausgedruckt und abgelegt. Dort kann man als mal stöbern.

  4. Moin wir wir Südfriesen so sagen :).

    Danke für deinen Kommentar. Freut mich natürlich, dass einer der alt ehrwürdigen Fotolinsen hier etwas schreibt. Hat mir schon leid getan, das zu hören, dass Ihr aufhört. Aber kann es auch sehr gut nachvollziehen. Und ich habe hier auch etwas eine Parallele gefunden. Es ist auch wie du es sagst. Man befindet sich gefühlt in einer Art Sackgasse. Vielleicht muss man auch einfach neue Wege gehen. Auch was den Podcast angeht. Bin ich auch am nachdenken. Wenn es zur Arbeit wird und man denkt, och was kannst mitteilen. Dann ist es vielleicht besser aufzuhören. Oder Pause machen. Aber wenn die dann zu lange wird, ….. du weißt was ich meine.

    „Geschichte erzählen“ oder irgendeinen künstlerischen Anspruch haben -> Tja. Das ist so ein Thema für sich. Hatten wir ja auch schon oft diskutiert ;).

    Kerwe -> https://pfl.wikipedia.org/wiki/Kirchweih (viel Spaß 🙂 )

  5. So. Ja. Das Thema soziale Medien insbesondere unter uns „Fotografen“ ist so ein Thema.
    Insagram ist keine ernstzunehmende Alternative mehr. Flickr war mal was, auch 500px. Alle dem Kommerz verfallen. Glass, Vero, Pixelfeed – und Twitter vs. Mastodon.
    Wir machen uns das Leben eben auch selbst schwer. Mit deinem Weggang von Twitter bist du von meiner Bildfläche verschwunden – abgesehen von deinem Blog via RSS.
    Für mich ist der Blog noch immer das beständigste, und solange es RSS gibt auch das sicherste. Alles andere wechselt sich doch wie die Handynummer.
    Grundsätzlich stimme ich dir zu – es wurde ruhiger. Ob das nun mit der Corona-Zeit, den Politik-Trollen oder was auch immer zu tun hat? Keine Ahnung. Aber ein gutes Thema darüber nachzudenken.
    Vielleicht ist es aber auch die „like like like“ Kultur die uns FB&Insta eingetrichtert hat, die Schnelligkeit im Leben, sich nicht die Zeit zu nehmen um ein Bild genau anzusehen und dann einen dedizierten Kommentar zu schreiben. Einen Blog wirklich zu lesen und nicht zur „drüberzulesen“ und dann nicht zu kommentieren.
    Schnell.
    Alles muss schnell sein.
    Schnell und perfekt.

    Ich würde mich weiter über Alttagsbilder von dir freuen.
    Als kleine Einsicht in dein Leben und deine Sichten.
    Und gerne höre ich auch wieder von dir – nicht alles was eine Pause macht, wird auch gleich eingestellt. 😉

    BTW: Ich mag das Bild mit der roten Treppe. Es ist so einfach wie genial und gut. Und das erste Bild mit den Zugvögeln über dem stetig weiterziehenden Fahrgeschäft – beide lassen sich für eine Zeit nieder um dort zu sein, und brechen dann auf weiterzuziehen.

  6. Hallo Oli,

    das sind ja sehr liebe Worte. Vielen Dank. Ja. Twitter wurde leider etwas zu toxisch für mich und habe meine neue Heimat bei Mastodon gefunden. Aber schön zu hören, dass wir immer noch verbunden sind. Auch wenn es etwas statischer ist, über den Blog :). Aber Dank dem RSS auch kein Problem. Ich werde vermutlich hier mehr Bilder dann veröffentlichen. Freut mich, wenn du Gefallen daran findest. Ja, der Podcast. Da wird auch mal wieder was kommen. Ich habe es mir einfach offen gelassen wie oft ich etwas publizieren. Brauch auch etwas Lust dazu. Hat mir in der Vergangenheit etwas gefehlt. Aber kommt wieder. Versprochen.

    Gruß

    Markus

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